Psittakose
Psittakose, Ornithose, Papageienkrankheit
Die Psittakose wird durch das Bakterium Chlamydia psittaci verursacht. Sie kann bei allen Vogelarten vorkommen. Da auch Säugetiere und somit auch der Mench daran erkranken können, ist die Papageienkrankheit eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bereits ein Verdacht ist den amtlichen Veterinärbehörden zu melden.
Krankheitsanzeichen beim Papagei
Können sehr unterschiedlich sein. Von äußerlich gesund wirkenden Trägern, über chronisch dahinsiechende Papageien mit Abmagerung, Durchfall oder Schnupfen bis zu akut erkrankten Vögeln mit Apathie, Nahrungsverweigerung, Atemnot, Durchfall und Tod innerhalb von Tagen sind verschiedene Störungen zu beobachten. Die Psittakose kann im Bestand seuchenartig verlaufen oder über längere Zeit hinweg immer wieder einzelne Verluste verursachen, aber auch mit nicht zu erkennenden Trägertieren stumm vorkommen. Die Ansteckung erfolgt vorwiegend durch einatmen von Staub (erregerhaltige Federpartikel und eingetrocknete Kot- und Sekretteile). Auch beim lebenden Vogel kann mit Antikörpernachweis im Blut oder Chlamydiennachweis aus einem Kloakentupfer der Verdacht gesichert werden. Über Behandlungsart und Dauer entscheidet der Amtstierarzt.
Anzeichen beim Menschen ...
... sind starke Grippesymptome, Schnupfen, Abgeschlagenheit, hohes Fieber und im fortgeschrittenen Stadium Benommenheit und Apathie. Nach drei bis vier Wochen ist ein langsamer Rückgang des Fiebers zu verzeichnen und es beginnt die Erholungsphase. Die völlige Genesung und Normalisierung der Lunge ist erst nach Wochen erreicht. Als Folgeschäden können Herzbeschwerden und Kreislaufstörungen zurück bleiben. Im schlimmsten Fall kann diese Krankheit auch für den Menschen tödlich sein!


